Truyen2U.Net quay lại rồi đây! Các bạn truy cập Truyen2U.Com. Mong các bạn tiếp tục ủng hộ truy cập tên miền mới này nhé! Mãi yêu... ♥

Kapitel 37

„Guten Abend und herzlich willkommen zu unserer Spezialsendung über die Staats-AG,“ verkündete der Nachrichtensprecher. „Diesmal zeigen wir eine Live-Übertragung einer Demonstration zugunsten von Schmidt & Braun, direkt vor dem Gerichtsgebäude in dem der Prozess stattfinden soll und...“

Plötzlich verschwand das Bild.

„Warten Sie einen Moment, Frau Wielke,“ rief der Nachrichtensprecher. „Wir haben kein Bild meh-“

„Was ist hier los? Hat jemand das Kabel ge...“

Dann schwiegen die Lautsprecher.

Schmidt runzelte die Stirn und griff nach der Fernsteuerung. Alle anderen Programme liefen. Also konnte es nicht am Fernseher liegen.

Nachdenklich kratzte er sich am Kinn. „Was da wohl los ist?“

„Es ist nur so eine Vermutung, aber...“

„Ja? Raus mit der Sprache.“

Braun lächelte. „Ich glaube, dass da der Teufel los ist. Mit anderen Worten: Frau Oppermann hat sich etwas ausgedacht.“

*~*~*~*~*~*

Urplötzlich erloschen alle Straßenlaternen am Marktplatz. Die Sonne war schon vor einer Weile untergegangen und somit herrschte von einem Moment auf den anderen die Finsternis überall um die Soldaten herum.

„Los, schnell“, bellte der Hauptmann. „Nachtsichtgeräte an, bringt die Scheinwerfer aus dem Ausrüstungszelt! Wir sind in einen Hinterhalt geraten.“

Die Straßen waren erfüllt von Schreien und dem Trappeln tausender Füße. Durch das Tohuwabohu war nur eine Stimme, verstärkt durch ein Megaphon, klar auszumachen.

Los, Ihr WAHNSINNIGEN! Vorwärts!“

Einen Moment lang stand der Hauptmann stocksteif in der Dunkelheit, weil er Angst hatte, ein Nudelholz auf den Kopf zu bekommen falls er sich bewegte.

Dann durchschnitt das grelle Licht mehrerer Halogenscheinwerfer die Nacht. Die Soldaten sahen sich umgeben von einer dichten Masse aus Menschen. Sehr viel näher als sie den Leuten normalerweise erlaubt hätten zu kommen – nur wenige Meter entfernt. Sie alle trugen elektronische Plakate, Nudelhölzer und Gurken, die dem Hauptmann plötzlich sehr viel bedrohlicher vorkamen als im Gurkensalat.

„Los, los! Kreis formen. Gewehre entsichern!“ Der Hauptmann wedelte wild mit den Armen, während er Befehle herunterrasselte. „Und ihr da,“ er zeigte auf die Demonstranten, „rührt euch nicht von der Stelle!“

Eine dürre, hochgewachsene Frau an der Spitze der Menge nickte ihm zu und lächelte unglücksverheißend.

„Das haben wir nicht vor. Müssen wir auch gar nicht, um euch zu erledigen.“

„Erledigen? Verdammt, die Leute sind bewaffnet! Das sind gar keine Demonstranten! Männer, anlegen und zielen! Was euch Spinner angeht, ihr lasst alles fallen und nehmt die Hände hoch.“

Frau Oppermanns Lächeln wurde noch eine Spur breiter.

„Wirklich, Hauptmann? Wir sollen alles fallen lassen?“

„Ja, und zwar auf der Stelle!“

„Mit Vergnügen. Also, Ihr habt gehört, was der Hauptmann gesagt hat, Leute. Alles fallen lassen und Hände hoch. Hauptmann, schauen Sie mal nach oben.“

Der Hauptmann schnaubte. „Ha. So ein alter Trick. Glauben Sie, denn das ich blöd bin?“

„Offen gestanden, ja.“

Ein Schatten fiel über die Soldaten.

„Was zum... he Sie, halten Sie ihre Schilder fest! Die fallen ja auf uns! Schilder fest ich sagte haltaaaaa...“

Es krachte laut, als Schilder mit Soldatenköpfen kollidierten. Ein, zwei Minuten standen die WAHNSINNIGEN einfach nur da und bewunderten ihr Werk. Dann trat Frau Oppermann vor und schob eins der zerbrochenen Schilder beiseite. Darunter kam ein tief schlummernder Hauptmann zum Vorschein.

Frau Oppermann schnaubte.

„Erbärmlich. Und so etwas schimpft sich ein Hauptmann. Also los, holt sie unter den Schildern raus, nehmt ihnen die Gewehre ab und fesselt sie. Dann durchsucht ihr das Zelt des Obertrottels nach einer Personalliste und bringt mir den Funker.“

*~*~*~*~*~*

Eine Stimme schallte unüberhörbar über den nächtlichen Marktplatz.

„DAS WIRD FOLGEN HABEN! ICH BIN EIN EINFLUSSREICHER MANN. IHR WERDET SCHON SEHEN, IHR WERDET ALLE VOR GERICHT KOMMEN UND MPF...“

Es erklang ein leises Gurgeln und dann war alles still.

Wenig später betrat ein WAHNSINNIGER das dritte Mannschaftszelt, das Frau Oppermann zu ihrem Hauptquartier erhoben hatte. Im Zelt des Hauptmanns stank es ihr zu sehr nach Whiskey. Der Mann salutierte.

„Melde gehorsamst, Befehl ausgeführt! Ich habe dem Hauptmann sein verdammtes Großmaul gestopft.“

Frau Oppermann nickte. „Ausgezeichnet. Womit?“

„Mit seinem eigenen Taschentuch. Er schien nicht sehr erfreut darüber. Nach dem Geruch zu urteilen, tränkt er es mit Politur und reinigt damit die Messingknöpfe seiner Uniform.“

„Weißt du, ich bin mir nicht sicher ob wir nicht wenigstens das eine elektronische Schild, das dieser Kerl auf den Schädel bekommen hat mit Starkstrom hätten betreiben sollen. Ein ordentlicher Stromschlag hätte ihm gut getan.“

„Höchstwahrscheinlich. Ach, ich wollte noch folgendes melden: Wir haben den Spind des Funkers durchsucht. Wir fanden Aufzeichnungen der letzten Nachrichten, ein Codebuch sowie eine Bedienungsanleitung für das Funkgerät.“

„Dann ruf Herrn Haake an und richte ihm aus, dass wir schnellstens einen ausgebildeten Funker brauchten. Und beeil Dich. Ich habe ein paar Nachrichten zu versenden.“

„Jawoll!!“

*~*~*~*~*~*

„Ah, Nolting, da sind Sie ja.“

Der Staatsanwalt schloss die Tür von Schomans Büro hinter sich und eilte zu dessen Schreibtisch. „Ich bin so schnell gekommen wie ich konnte. Ist irgendetwas passiert?“

„Das kann man wohl sagen.“ Schoman nickte düster. „Eine Demonstration und ein Stromausfall um das Gerichtsgebäude in dem der Prozess stattfinden soll!“

„Irgendwelche Probleme?“

„Nun, es gab eine Schlägerei. Wir bekamen sogar eine Bitte um Verstärkung. Aber dann hat die Armee Tränengas eingesetzt, ein paar Warnschüsse in die Luft gefeuert und alles war wieder in Ordnung. Wir haben gerade die Entwarnung per Funk erhalten.“

Nolting nickte erleichtert. „Gute Arbeit. Sie können dem Hauptmann meine Glückwünsche ausrichten. Die Vorauswahl der Geschworenen findet also wie geplant statt?“

„Ja. Und wenn der Prozess einmal vorbei ist, wird diese Farce endlich beendet.“

*~*~*~*~*~*

Ein Anwaltshelfer streckte den Kopf zur Tür herein. „Herr Haake, darf ich Sie einen Augenblick stören?“

„Ein Blick mit dem Auge dauert nicht sonderlich lange. Wie wäre es stattdessen mit einer Viertelstunde? Ich hetze nicht gerne.“

„Gut. Es ist nur...“

„Heraus mit der Sprache. Ich habe einiges vor heute. Ich muss zur Vorauswahl der Geschworenen.“

„Ja, Herr Haake, genau darum geht es. Nichts läge mir ferner, als Ihr Aussehen zu kritisieren, aber...“

Haake grinste. „Heutzutage haben wir Düsenjets. Selbst wenn es Ihnen fern liegt mein Aussehen zu kritisieren, Sie können es doch bis dorthin schaffen.“

„Ja. Ähem. Es ist nun mal so, ein Anwalt muss zu einem offiziellen Gerichtstermin passend gekleidet sein. Es ist nicht direkt Vorschrift, aber, Sie verstehen, es handelt sich sozusagen um ein ungeschriebenes Gesetz.“

„War keine Tinte mehr übrig, was? Also, was für Klamotten muss ich mir anschaffen?“

Der Anwaltsgehilfe schien sehr erleichtert. „Eine Perücke. Und eine schwarze Robe.“

„Sonst nichts?“

„Nein, das wäre alles.“

„Nun, das dürfte kein allzu großes Problem sein. Ich hatte hier irgendwo ein Heft, in dem ich eine Anzeige für Perücken gesehen habe...“

„Handelt es sich um eine juristische Fachzeitschrift?“

„Nein, um ein Filme-Magazin. Ah, da haben wir’s. Ich schreibe Ihnen den Versandhausnamen und die Artikelnummern auf, Sie bestellen das dann mit der Eilpost. Zahlen Sie ruhig 100 oder 1000 Euro drauf, damit es rechtzeitig ankommt. Schließlich will ich Ihnen ja keine Schande machen, mein lieber Anwaltsgehilfe.“

„Vielen Dank Herr Haake. Ich kümmere mich sofort darum.“

*~*~*~*~*~*

Herr und Frau Tecklenbörg saßen gemeinsam auf dem Sofa und sahen sich wie jeden Abend ‚Die Staats-AG - Voltaire oder Revolutionär’ an.

Wie die letzten Sendungen begann auch diese mit einer Gesamtansicht des Marktplatzes.

Wie in den letzten Sendungen waren auch diesmal viele Männer und Frauen in Tarnkleidung zu sehen.

Doch da hörten die Gemeinsamkeiten auch schon auf.

„Schatz?“

„Ja, Karsten?“

„Irre ich mich oder tanzen die Soldaten Rumba?“

„Nein. Da irrst Du dich Schatz.“

„Oh.“

„Sie tanzen Walzer.“

„Aha.“

Beide schwiegen eine Weile.

Dann...

„Das tun Soldaten normalerweise nicht, nicht wahr Schatz?“

„Nein, Karsten. Normalerweise marschieren sie.“

„Das heißt, nehme ich an, dass sie auch normalerweise nicht mit entsicherten Handgranaten jonglieren oder ihren Panzertreibstoff dazu benutzen, bei Schießwettbewerben abgeschossene Tauben zu braten, die sie anschließend an Passanten verkaufen?“

„Nein, Schatz.“

Wieder ein kurzes Schweigen.

„Ich glaube,...“

„Ja, Schatz?“

„Ich glaube, das sind alles Wahnsinnige.“

--------------------------------------------------------------------------------

Das war die groooße Schlacht!! :-) Na, wie hat sie euch gefallen? Miliärische Experten bitte melden und Expertenmeinungen abgeben. Laien bitte melden und Laienmeinungen abgeben :D :D

GLG

Robert

P.S: Meine Facebook-Seite erreicht ihr wie immer per externem link! Meldet euch, und wir können ein bisschen chatten :) 

Bạn đang đọc truyện trên: Truyen2U.Com