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1. 𝘑𝘶𝘭𝘪
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Der 21-jährige Psychologiestudent Noël war gerade auf dem Weg in den Park, um dort die letzten Stunden des Tages zu genießen. Heute hatte er Glück, denn die Sonne stand noch goldgelb strahlend am Himmel und ließ nur vermuten, dass es ein herrlicher Abend werden wird.

Im Park angekommen ließ sich Noël auf einer der dort stehenden Bänke nieder. Kaum, dass er saß, fiel ihm ein altes Ehepaar ins Auge, welches einen ziemlich ungewöhnlichen Modegeschmack aufwies. Solche Kleidung sah er sonst nur bei diesen Leuten, die sich Cosplayer nannten. Bevor er es sich versah, ließ sich das Paar auf der Bank neben seiner nieder und Noël kam nicht umhin ihr Gespräch zu belauschen.

„Ach Alex, erinnerst du dich noch, wie wir hier damals nach der Schule immer lang gegangen sind?", fragte Linda ihren Ehemann.

„Aber natürlich. Du warst schon damals die Liebe meines Lebens, wie könnte ich also diese Spaziergänge nur vergessen", lachte Alex. Er legte seinen Arm um Linda und seinen Kopf auf ihre Schulter. Lindas Reaktion war es ihren Kopf auf Alex seinen zu legen.

„Weißt du, ich kann dir gar nicht oft genug sagen, wie dankbar ich bin, dass du mich gefunden und aufgenommen hast, nachdem wir aus dem KZ befreit wurden. Das war und ist für mich einfach nicht verständlich. Ich dachte, du musst mich abgrundtief hassen, nachdem was passiert war., fing Alex nun an über ihr großes Wiedersehen nach Ende des zweiten Weltkrieges zu sprechen.

„Ja, ich habe dich auch ziemlich dolle gehasst, aber was für ein Mensch wäre ich denn, wenn ich dein abgemagertes, krankes, verwundetes Selbst einfach der Straße und all den Gefahren, die dort lauerten, zu überlassen. Ich meine, egal was zwischen uns stand, das wäre der größte Arschloch-Move meines Lebens gewesen und außerdem... außerdem hast du mir so richtig leidgetan. Ich meine, ähm, ich war bei deiner Wohnung, aber niemand hat aufgemacht und ... und-" Linda musste abbrechen, da ihr die Erinnerungen an das längst Vergangene die Kehle zuschnürten.

Alex nahm ihre Hand in seine und malte beruhigende Kreise auf ihren Handrücken. Er wusste, dass sich Linda nicht davon abbringen lassen würde ihm diese Geschichte zu erzählen, egal wie sehr er auch versuchen würde sie zu beschwichtigen. So war sie nun mal, seine Ehefrau und beste Freundin seit je her.

„Und ich dachte, du wärst einfach abgehauen wie sonst auch, wenn wir uns gestritten haben. Ich wollte, dass das die Realität ist, doch nagte unbewusst mit jedem Tag mehr die Sorge um dich an mir. Ich meine, ich wusste um deine Religion und all das. Ich denke unbewusst hatte ich Angst, dass wir das Ganze nicht mehr vor deinem – viel zu frühem Tod natürlich – hätten klären können. Ja, ich war sauer. Ja, ich habe dich gehasst. Aber  mein Herz wusste Bescheid als mein Kopf. Es wollte dich einfach nicht loslassen und so habe ich mich jeden Tag dabei erwischt, wie ich an dich denken musste. Ich... ich..." Linda setzte kurz ab, schloss die Augen und atmete tief durch. Alex blieb weiterhin stumm und hielt Linda einfach weiter im Arm und war einfach da.

„Ich bin einfach so, so erleichtert und schockiert gewesen, als ich dich da auf der Straße gesehen habe", brachte Linda mühevoll hervor.

„Ich weiß, Schatz, ich weiß. Ich weiß auch, dass du meine Entscheidung Alexandra zu werden voll und ganz nachvollziehen konntest und auch unterstützt hast. Ich weiß, dass es schwer für dich war, mich nicht mehr Aliya zu nennen. Ich weiß ebenso, dass du mir all das sooft wie nur möglich sagen willst, um mir zu zeigen, dass wir trotz unserer Fehler wieder zueinander gefunden haben. Ich weiß auch, dass du das Ganze mit dem göttlichen Auge nicht verstanden hast. Ich weiß alles über dich und du weißt alles über mich. Denk doch nur mal nach wie alt wir sind und wie lange wir uns schon kennen. Jede Geschichte, jede Erinnerung seit 86 Jahren besteht zu großen Teilen aus gemeinsamen Erlebnissen. Wir sind nun 95 Jahre alt. Wir sind seit 70 Jahren verheiratet", war Alexs sanfte, liebevolle Antwort auf Lindas herzzerreißende Geschichtsstunde.

Und bei Noël machte es klick. Das Pärchen, welches dort neben ihm auf einer Bank im Park sitzt sind Aliya Brooks und Linda, die sich während des zweiten Weltkrieges zerstritten haben, bis Aliya das schreckliche Schicksals des KZs traf. Die Aliya Brooks, von der er einen Tagebucheintrag gefunden hatte, als er auf dem Weg zur Besichtigung seiner neuen Wohnung war. Doch scheinbar hatte sie diese Zeit nicht nur überlebt, sondern war auch zu ihrer besten Freundin zurückgekehrt. Scheinbar haben sich die Wogen geglättet und letztenendes erhielten die Beiden ihr Happy End zusammen.

Die Beiden saßen noch eine ganze Weile in stillem Einklang nebeneinander auf der Bank und blickten jeder in seinen eigenen Gedanken versunken der einbrechenden Nacht entgegen. Linda kreierte gedankenverloren einige Eiskristalle in ihrer Hand, die sie in die verschiedensten Formen verwandelte. Niemand bemerkte es, nicht einmal sie selbst. Doch irgentwann legte Alex seine Hand auf ihre, um Linda daran zu erinnern, dass nicht jeder ein göttliches Auge noch das Wissen um diese besitzt.

„Komm, lass uns gehen. Da hinten ist eine Gruppe von Hillichurlen. Um die sollten wir uns kümmern, damit der junge Mann dort drüben nicht auf sie aufmerksam wird und in eine Sinneskrise gestürtzt wird, weil auf einmal Monster in einem ganz normalem Park in einer ganz normalen Stadt auftauchen", flüsterte Alex seiner Frau zu, bevor sie beide aufstanden und mit einer erstaunlichen Geschwindigkeit und Ausdauer für ihr Alter in den Sonnenuntergang dahin liefen.

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Der erste Abend im Park 𝘷𝘰𝘯 luminaravenclaw
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Sonnige Grüße

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