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8. 𝘑𝘶𝘭𝘪
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Die Sonne wanderte über den Horizont und ließ den Park langsam hell werden. John saß auf einer Bank und sah den Sonnenaufgang an, während er über einen neuen Charakter für sein Buch nachdachte. Er wollte jemanden, der genau so faszinierend wie die Sonne war, doch gleichzeitig die Verkörperung der Nacht. Wie der Sonnenaufgang. Dieser vereinte Sonne und Mond. Da sah er im Augenwinkel eine Bewegung und seine Aufmerksamkeit schweifte ab, richtete sich auf das junge Paar, das nun ebenfalls im Park war.
Der junge Mann hatte kurzes, schwarzes Haar und fast ebenso dunkle Augen. Um seinen Körper lag ein komplett schwarzes Outfit. Die Frau war das komplette Gegenteil. Ihre Haare waren lang und fielen ihr in blonden Wellen über die Schultern. Ihre Augen hatten die helle Farbe des Himmels, wenn im Sommer keine einzige Wolke an ihm zu sehen war. Und um ihren Körper lag ein helles Kleid, das in der Brise leicht wehte. Die Beiden setzen sich auf eine Bank, dann schaute der Mann sie ernst an.
„Wieso bleibst du immer noch bei mir?" Die Stimme des jungen Mannes klang rau, als er sie das fragte. „Du könntest jeden haben. Wieso gibst du dich da mit mir ab?"
Die Frau erwiderte seinen Blick, nicht weniger ernst. „Ich will aber nicht jeden. Ich liebe nur dich, wann begreifst du das endlich?"
Der junge Mann lachte trocken auf. „Ich liebe dich ebenfalls. Das ist auch der Grund, warum ich nicht will, das du deine Zeit mit mir verschwendest"
Ihr Blick wurde weicher. „Keine einzige Minute, die ich mit dir verbracht habe, war verschwendet. Kyle, du bist alles, was man sich nur wünschen kann. Du bist liebevoll, großzügig und sanftmütig. Du stellst das wohl der Menschen, die du liebst über dein eigenes. Ich kenne niemanden, der es so sehr verdient hat geliebt zu werden, wie du."
Sein Blick wurde kurz ebenfalls sanft, dann schlich sich jedoch etwas Verbittertes hinein. „Aber ich bin arm. Ich werde dir das Leben, das du verdient hast, nie ermöglichen können" Kyle schaute ihr tief in die Augen. „Außerdem würden deine Eltern dich verstoßen, wenn du dich auf mich einlässt"
Schmerz flackerte in ihren Augen auf, doch sie schob ihn beiseite. „Ich weiß. Doch das ist mir egal. Solange ich bei dir sein kann, bin ich glücklich"
Er stand auf. „Verstehst du es nicht? Ich kann dir das nicht antun, Audrey. Ich würde es nicht ertragen, dich von dem getrennt zu sehen, das du liebst"
Audrey erhob sich ebenfalls. „Und ich könnte es nicht ertragen, von dir getrennt zu sein"
Kyle schüttelte den Kopf. „Es tut mir leid. Doch manchmal muss man andere gehen lassen" Er drückte ihr kurz einen flüchtigen Kuss auf die Stirn, dann drehte er sich um. „Ich liebe dich und werde es immer tun. Doch du verdienst es glücklich zu sein. Und das würdest du mit mir nie werden" Dann lief er weg. Seine Schritte beschleunigten sich, bis er rannte. Weg, von seiner großen Liebe. Seiner ewigen Liebe.
Die setzte sich zurück auf die Bank, auf der vor Jahren alles begonnen hatte. Auf der nun alles endete. Eine einzelne Träne lief ihr über die Wange. Sie wusste genau, das er mit seiner Tat nicht nur ihr, sondern auch sich das Herz gebrochen hatte. Es war seine Art, für die, die er liebte zu sorgen. Die Art, für die sie sich vor Jahren in ihn verliebt hatte. Die, für die sie ihn immer noch liebte.
John schaute den beiden nachdenklich zu. Durch sie, durch das traurige Ende ihrer schönen, ewigen Beziehung kam er endlich auf den Charakter. Eine junge Frau, von ihrer großen Liebe verlassen. Die Sonne geht zwar weiterhin auf und unter, doch nicht in ihrem Herzen. Das Licht, das sie bis dahin immer erfüllt hatte war zu einem Funken geworden. Die Sonne in ihrem Herzen würde nicht mehr aufgehen, denn die Sonne braucht den Mond, der Tag die Nacht. Bis er wieder zu ihr zurück kommt. Dann erstrahlt die Sonne in ihrem Herzen und sie wird wieder die glückliche Frau von damals. Doch bis dahin ist sie... die Königin der Nacht.
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Let her go 𝘷𝘰𝘯 -Skysoul-
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Sonnige Grüße
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