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𝘌𝘱𝘪𝘭𝘰𝘨

16. 𝘑𝘶𝘭𝘪
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Ich könnte schon wieder Urlaub gebrauchen.
Aber so richtigen Urlaub und nicht diesen Pfusch wie beim letzten Mal.
Ich möchte doch nur einen Tag Ruhe habe.
EINEN TAG. Ist das zu viel verlangt?
Scheinbar.

Aurelia saß seufzend in ihrem Büro in der Zentrale und blies Trübsal. Wieso war sie überhaupt hier, wenn eh nichts passierte? Denn das war nicht das erste Mal. Es kam des Öfteren vor, dass ein Tag ereignislos blieb.
So eine Zeitverschwendung!
Zum Glück hatte sie ein Buchregal in ihrem Büro stehen, sonst würde sie durchdrehen. Auch die kleine, nicht genehmigte Koch- und Backecke half ihr dabei, nicht den Verstand zu verlieren.
Mit diesem Schicksal wäre sie nicht alleine...
Dieser Punkt war einer der Kehrseiten des „Berufes".
Sie hatte schon von Kollegen gehört, die vor lauter Stress und Arbeit verrückt geworden sind und von der Obrigkeit „entfernt" wurde, weil sie eine Gefahr für alle Anderen darstellten.
Aurelia wollte sich diesen Prozess lieber nicht vorstellen.

Schluss mit den dunklen Gedanken. Du musst immer noch etwas erledigen, erinnerte sie ihr Gehirn.
Was war das noch gleich? Nebel versperrte ihr die Sicht auf die Erinnerung und je mehr sie versuchte dran zu kommen, desto dichter wurde der Nebel.
Bis er sich beim Blick auf ihren Block lichtete.
Die To-Do-Liste
Punkt zweiundzwanzig: Amor spielen ;) John anonym Noëls Nummer zustecken

Wie konnte sie das bloß vergessen? Wo es ihr doch eigentlich so wichtig war?
Mit frischer Energie suchte Aurelia Noëls Nummer raus und schrieb in fein säuberlich auf einen Zettel.
Wie verpackte sie das jetzt am besten, sodass John nicht misstrauisch wurde?
Ein Brief. Wozu war er denn Postbote?
Eilig verfasste Aurelia in Noëls Schrift einen kurzen Brief und verschwand durch ein goldenes Portal in den Dachboden ihres zweiten intermagischen Hauses, in dem auch John wohnte. Zufälligerweise befand sich seine Wohnung wie die von Noël ganz oben, was ihren Weg verkürzte und ihre Chance beim „Schwänzen" erwischt zu werden verringerte.
Aus ihrem kleinen Raum huschte sie ins Treppenhaus und legte den Brief vor die Tür  und klingelte in der Hoffnung, dass John gerade da war. Sie rannte wie ein Kind beim Klingelstreich sofort die Stufen wieder nach oben und spähte auf die Tür mit der Nummer 24.

Sie konnte ihr Glück kaum fassen, als ein noch etwas verschlafener John -es war sieben Uhr morgens- die Tür öffnete. Ärger schlich sich auf sein Gesicht, als er realisierte, dass er umsonst aufgestanden war. John schaute sich noch kurz um und entdeckte schließlich den Brief mit seinem Namen darauf. Verwirrt hob er ihn auf und verschwand nach einem weiteren Blick wieder in der Wohnung.

Sobald die Tür zu war, jubelte Aurelia auf dem Dachboden.
Teil eins der Mission war abgeschlossen.
Jetzt musste sie aber schnell zurück, bevor jemand bemerkte, dass sie fehlte.

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John konnte es nicht fassen. Was sollte er mit diesem ominösen Brief machen?
Lesen?
Oder Wegwerfen?
Er entschied sich für Ersteres, weil er einfach zu neugierig war.

Bei jeder Zeile wurden seine Augen größer.
Da wollte jemand sich mit ihm treffen. Alleine
Das klang irgendwie zu sehr nach dem einen Krimi, den er letztens gelesen hatte. Sollte er sich wirklich so mit einer wildfremden Person treffen?
Was wenn es irgendjemand gefährliches war? Nach den letzten Tagen kam ihm das gar nicht so unwahrscheinlich vor.
Andererseits wenn die Person ihm wirklich böse gesinnt war, wieso würde sie ihre Nummer dann beilegen? Das wäre doch vollkommen dämlich.

Nach zwei Stunden hin und her überlegen war John zu dem Schluss gekommen, sich in die Nähe des Treffpunkts zu setzen und erstmal zu schauen, wer da kam. Falls die Person ihm suspekt vorkam, konnte er immer noch wieder gehen ohne dass es jemand mitkriegte.
Das war seiner Meinung nach die vernünftigste Variante und insgeheim war er einfach zu neugierig, um nicht hinzugehen.
Er hatte heute sowieso frei und konnte es sich leisten, am Abend in den Park zu gehen.

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Noël war beim Schellen der Klingel fast vor Schreck aus seiner Hängematte gefallen, in der gerade gedöst hatte. Wär klingelte denn um die Uhrzeit? Es war doch gerade erst... dreizehn Uhr?! Wie bitte, war er etwa eingeschlafen?
Er hätte schwören können, dass es eben noch acht Uhr gewesen war. So ein blöder Mist.
Noël rappelte sich auf und stolperte noch etwas unbeholfen zur Tür, die er etwas schwungvoll aufriss.
Niemand stand davor.
Wofür hatte er sich so beeilt? Missgelaunt blickte er sich um und entdeckte beim Schließen den Brief auf dem Boden.
In etwas krakliger Schrift stand da sein Name drauf.
Er öffnete ihn vorsichtig und überflog ihn schnell.
Okay, das war etwas Privates, was man nicht im Treppenhaus lesen sollte.

Noël zog die Tür hinter sich zu und ging schnurstracks ins Wohnzimmer.
Interessant...

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John saß im Schutz einer Eiche, denn dort blieb er zumindest trocken. Er hatte zwar einen Regenschirm dabei, aber der war quitschgelb und nicht wirklich unauffällig. Außerdem konnte er von hieraus den vereinbarten Treffpunkt gut beobachten.
Noch war niemand zu sehen. Derjenige oder diejenige hatte aber auch noch Zeit.
Denn John hatte sich zu früh auf den Weg gemacht.
Kurzer Blick auf die Uhr. 17:53 Uhr.

Noch sieben Minuten.
Noch sechs Minuten.
Noch fünf Minuten.

Ein pitschnasser junger Mann kam den Weg entlang gerannt. Er hatte sich seinen Pulli ausgezogen und über den Kopf geworfen, wodurch man sein Gesicht kaum erkennen konnte. Sein helles T-Shirt klebte ihm am Oberkörper.
Er blieb kurz an der Bank -dem Treffpunkt- stehen und blickte sich etwas unschlüssig suchend um.
Danach eilte -flüchtete wäre der bessere Ausdruck- er in Richtung der Eiche.
Leise fluchend ließ er sich ein Stück von ihm entfernt auf den Boden.
Sein Pulli triefte, denn der war kein wirklicher Schirmersatz.
Als er ihn von sich zerrte und etwas auswrang, erkannte John auch, wer da saß.
Was machte Noël hier?

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„Was für ein Mistwetter", murmelte Noël angepisst. Seine Haare fühlten sich an wie ein klitschnasser Wischmopp, den ihm jemand auf den Kopf geklatscht hatte.
Da schaute er einmal nicht das Wetter an und dann sowas. Der Regen hatte ihn wortwörtlich kalt erwischt. In den nächsten fünf Minuten würde er nicht ansatzweise trocken genug sein, um sich bei irgendeinem Treffen zu zeigen. Wie unglaublich peinlich.

Er wischte sich den Mopp aus dem Gesicht und versuchte ihn zumindest halbwegs passabel aussehen zu lassen. So weit es eben ohne Spiegel ging.
Er blickte sich um und nahm sich Zeit die Person, an der er vorhin halb blind vorbei gestolpert war, genauer zu betrachten. Sein Herz machte einen Sprung. Warum saß John da? Wartete er auch auf jemanden oder saß er einfach so hier.
Letzteres hielt Noël bei diesem Wetter eher für unwahrscheinlich.
Also warten... aber auf wen?
Er hatte ihn ab und zu mal gesehen. Über ein lahmes „Hallo, wie geht es?" und das Wetter war ihre Unterhaltung nie hinaus gekommen.
Noël könnte ihn ja einfach fragen. Er hatte ja noch drei Minuten Zeit.

„Was machst du hier?" Sie hatte sich vorher aus das Du geeinigt, damit es nicht seltsam wurde.
John drehte sich zu ihm. Die Frage schien nicht zu überraschen.
„Ik warte ouf jemande", antwortet er knapp.
„Ich auch. Ich habe das Wetter etwas überschätzt und eigentlich wollte ich beim Treffen trocken sein." Weniger Worte wären auch genug gewesen.
„So so. Ouf wen denn?"
„Das weiß ich nicht. Das hat die oder der im Brief nicht verraten", gestand Noël und merkte, dass die ganze Aktion seinerseits nicht so wirklich durchdacht war.

Johns Augen weiteten sich.
„Wirklisch? Ik hab' och so eenen Brief gekriecht. Janz komische Sasche", erzählte er mit vielen Worten für seine Verhältnisse.
„Wirklich seltsam. Bei mir war es genauso", meinte Noël irritiert. Konnte das überhaupt ein Zufall sein?
„Eenen Moment"

Noël beobachtete, wie John ein kleines Tastenhandy aus seiner Jackentasche zog und etwas eingab.
Kurz darauf quakte es aus seiner Tasche. Ach ja, der Klingelton. Oh Gott, wie peinlich.
„Ich ähm gehe da mal kurz ran. Hmm, unbekannte Nummer. Komisch", kommentierte er sich selbst.
„Ik lach rischtig. Dat is deene Numma." Darauf holte er einen kleinen Zettel hervor und hielt ihn ihm hin.
Noël fiel fast die Kinnlade herunter. Da stand wirklich seine Handynummer.
„W-woher hast du die?"

„Aus dem Brief. Lach heut morchen voa dea Tüa", fügte John hinzu.
„Einer, in dem sich eine mysteriöse Person mit dir im Park um 18 Uhr treffen wollte? Allein?"
John nickte und kratzte sich am Kopf.
„Wat für nen Schrächea mascht so wat?"
„Das frage ich mi- hatschii." Noël musste laut niesen. Jetzt wurde er auch noch krank.

„Nischt deene klüchste Idee", meinte John und besann sich dann eines Besseren. „Sorrie, wa nischt so jemeint. Jacke?"
Er hielt ihm eine trockenen Jacke, die er aus seinem Rucksack herausgeholt hatte.
„Gerne", murmelte er und legte sich das Kleidungsstück um.
„Dann müssen wia och nischt meha waten. Sind ja beede da", gab John zu Bedenken.
Das klang in Noëls Ohren sehr vernünftig und er nickte.
Er rappelte sich auf und wollte John seine Jacke zurückgeben, doch dieser lehnte sie ab.
„Schon jut." Er zog noch einen gelben Regenschirm hervor. Er war definitiv besser vorbereitet als Noël.
„Wat hältste von Tee?"
„Ich ähm joa ähm gerne.

Gemeinsam liefen die Beiden nach Hause, während hinter ihnen ein Sonnenstrahl durch die graue Wolkenwand brach und einen vollen Regenbogen an den Himmel malte.

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𝘡𝘸𝘦𝘪 𝘉𝘳𝘪𝘦𝘧𝘦 𝘷𝘰𝘯 @Timetravler9
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Sonnige Grüße

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