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Kapitel 36

„...und das würde also Ihren Gesamtgewinn ausmachen. Circa 3 Milliarden brutto, mindestens.“

Herr Ferguson steckte seinen Pointer weg, mit dem er die Gewinnkurve der Staats-AG, sollte sie einer Zusammenarbeit mit seiner Firma zustimmen, dargestellt hatte, und sah Herrn Haake erwartungsvoll an. Der runzelte jedoch die Stirn.

„Hören Sie, selbst wenn ich Geld von Ihnen wollte, dann in Euro und nicht in Brutto. Ich kenne mich nicht mit ausländischen Währungen aus.“

Herr Ferguson verkniff sich eine Bemerkung, und Haake fuhr fort: „Aber ich glaube nicht, dass die Herren Schmidt und Braun sonderlich an der Idee interessiert wären. Hmm... Ich mag Sie, und deshalb mache ich Ihnen einen Vorschlag. Besitzt Ihre Firma...“

„GME.“

„...besitzt GME einen Fernsehsender?“

„Mehrere.“

„In verschiedenen Ländern?“

„Zu unserer Gruppe gehören Fernsehsender auf allen fünf Kontinenten.“

„Ausgezeichnet. Dann machen Sie und Ihre Fernsehexperten Werbung für Schmidt und Braun. Sie richten eine eigene Staats-AG Sendung ein, in der über die neuesten Nationen und den Prozess berichtet wird. Außerdem färben sie Ihre Nachrichten zugunsten der beiden Herren. Sie erwecken Mitleid. Sie reden davon, was für ein wundervolles Gefühl das ist, endlich in Freiheit in seinem eigenen Staat zu leben.“

„Hmm... nicht gerade das normalste Geschäftsangebot, was Sie da vorschlagen.“

„Es ist bisher auch nur mein Angebot. Sie reden mit Ihrem Boss darüber, und ich gehe noch heute ins Gefängnis und unterbreite Schmidt und Braun die Idee. Wenn Sie alle zustimmen, ist die Sache geritzt. Wenn nicht, können Sie's vergessen.“

„Eines muss man Ihnen lassen, Herr Haake. Sie wissen, was Sie wollen.“

„Danke. Im Moment will ich vor allem, dass Sie mich allein lassen. Das war ein sehr interessantes Gespräch, aber ich habe noch viel zu tun.“

„Natürlich. Auf Wiedersehen.“

*~*~*~*~*~*

„Hauptmann! Hauptmann!“

Aufgeregt kam der Gefreite in das auf dem Platz vor dem Gerichtsgebäude aufgebaute Zelt des Hauptmanns gestürmt. Verwirrt blickte er sich um. Der Hauptmann war nirgendwo zu sehen.

„Hauptmann?“ fragte er unsicher.

Lautes Fluchen erklang aus einer von einer Plane verdeckten Ecke des Armeezelts. Der Kopf des Hauptmanns tauchte von hinter der Plane auf.

„Was zum Teufel ist los, Gefreiter? Ich sitze gerade in der Badewanne!“

„Da nähert sich eine Menge Demonstranten, Hauptmann.“

„Wie viele sind es? Hundert? Zweihundert?“

„Tut mir leid, aber ich habe keine Ahnung.“

„Aber wir haben doch in jeder Richtung Späher auf den Dächern Postiert! Haben die sich noch nicht gemeldet?“

„Sie können nicht zu uns gelangen, Hauptmann. Die Demonstranten kamen urplötzlich aus allen Richtungen. Alle Straßen und Gassen sind verstopft, und aus den Funkgeräten hört man nur Rauschen! Die Demonstranten müssen unseren Funk blockieren!“

„Ihr seid eine räudige Bande von Idioten! Ich komme!“

Als der Hauptmann wenig später auf den Platz trat – in voller Uniform und ohne Badewanne – stockte ihm der Atem.

„Gefreiter, was geht hier vor?“ fragte er mit rauer Stimme.

„Das sind die Demonstranten, Hauptmann.“

Langsam ließ der Hauptmann seinen Blick über die riesige und äußerst entschlossen wirkende Menge schweifen. Mehrere zehntausend Menschen, mindestens. „Sieht mir eher nach einer Armee aus.“

„Sie tragen Schilder hoch. Das tun Demonstranten normalerweise.“

„Sind Demonstranten auch normalerweise mit Knüppeln bewaffnet, Gefreiter?“

„Das sind keine Knüppel, sondern Nudelhölzer und Zucchini.“

„Was bitte? Das kann nicht Ihr ernst sein. Geben Sie mir Ihr Fernglas.“

„Aber warum denn das Fernglas, Hauptmann? Die Leute sind doch nur ein paar Dutzend Meter entfernt.“

Der Hauptmann knirschte mit den Zähnen.

„Wenn Sie unbedingt wissen wollen warum, ich habe als ich aus dem Bad gestiegen bin, meine Brille nicht finden können! Und jetzt her mit dem Ding! Sie sind hier um zu gehorchen, nicht um Fragen zu stellen!“

„Ja, Herr Hauptmann. Ihre Brille steckt, wenn mich nicht alles täuscht in Ihrer Brusttasche, Herr Hauptmann.“

„Ach da ist sie. Aber... was soll denn das? Die Schilder sind ja alle pechschwarz. Hä? Was soll denn das? Jetzt steht da plötzlich etwas drauf? Wie...“

Der Gefreite, der stolz darauf war sich mit moderner Technologie auszukennen, sagte: „Vielleicht handelt es sich um tragbare Flüssigkristallbildschirme.

„Ah, jetzt steht endlich etwas Lesbares da drauf. Was... so eine Unverschämtheit!“

Auf dem Schild war nun zu lesen:

Nein, dies ist kein Flüssigkeitsbildschirm, sondern elektronisches Papier. Der neuste technische Schrei aus einem Land, das hier aus Sicherheitsgründen für die Plakatträger nicht genannt wird. Dort werden Demonstranten so oft erschossen, dass es sich nicht lohnt für eine Demonstration für einen Zweck Plakate drucken zu lassen. Deshalb benutzt man diese hier. Die können dann von anderen Demonstranten weiterverwendet werden, die für einen anderen Zweck demonstrieren. Praktisch, was? Ach, übrigens, Sie haben also endlich gemerkt, dass ihre Brille in der Brusttasche steckt.

Aufgeregt deutete der Gefreite auf ein weiteres Elektronisches Schild auf dem Gerade Schrift erschien.

„Schauen Sie, da drüben ist noch ein anderes. Du meine Güte, die Dinger wechseln sogar die Farbe! Diese Kerle müssen ja im Geld schwimmen.“

Guten Morgen, Hauptmann! Wie glücklich wir sind, Sie hier zu sehen. Wir dachten schon, Sie wären in Ihrer Badewanne ertrunken!

„Woher verdammt noch mal wissen die das?“ brüllte der Hauptmann. „Haben die mich etwa beobachtet?“

Es leben unsere tapferen Soldaten, die gekommen sind, um die faire Prozessführung zu verteidigen! Ach übrigens, Hauptmann, waren Sie nicht gestern bei Herrn Nolting zum Abendessen eingeladen?

„Sie haben mich beobachtet!“ empörte sich der Hauptmann. „Was für eine Unverschämtheit! Das Essen mit Herrn Nolting war rein privater Natur, nichts Geschäftliches wurde besprochen! Diese elenden Demonstranten mit ihren unbegründeten Anschuldigungen! Am liebsten würde ich mein Maschinengewehr nehmen und ein paar von denen erschießen!“

Auf unbewaffnete Zivilisten Schießen? Pfui, das sind keine feinen Manieren! Blinkte es auf dem farbigen Bildschirm.

„Hören die uns etwa ab?“

„Machen Sie sich nicht lächerlich, Gefreiter. Wie sollten Zivilisten das denn anstellen?! Aber von wegen unbewaffnet!“ Drohend schwenkte der Hauptmann seine Faust in Richtung der Demonstranten. „Immerhin trägt jeder von euch mindestens ein Nudelholz oder so ein komisches Gewächs mit sich herum.“

Ein Kücheninstrument und ein Stück Gemüse gegen Maschinengewehre. Na das nenne ich bewaffnet. Und nur so nebenbei... Abhören ist gar nicht mal so schwer, wenn man die richtigen Beziehungen hat. Der eine oder andere Ihrer Soldaten ist anscheinend der Meinung, er verdiene nicht genug.

Der Hauptmann wirbelte wie von der Tarantel gestochen herum.

„Wer?“ Brüllte er seine um ihn versammelten Soldaten an, die einen Schritt zurücktraten. „Wer hat mich verraten?! Ich hänge den Kerl am nächsten Laternenpfosten auf!“

Keiner von den Soldaten rührte sich.

Genug geplaudert. Erschien neuer Text auf den Plakaten. Wir müssen ja noch demonstrieren. Also, los geht’s:

Es lebe die Staats-AG!!

Es lebe die Staats-AG!!

Nieder mit der Unterdrückung!

*~*~*~*~*~*

Schmidt und Braun saßen mal wieder in ihrer Zelle und sahen Fern. Jedes Mal, wenn eins der Plakate in Sicht kam, konnten sie sich ein Grinsen nicht verkneifen.

„Sag mal“, fragte Braun, „hat Haake wirklich die Soldaten bestochen?“

Schmidt schnaubte. „Natürlich nicht. War gar nicht nötig. Er hat einfach ein paar Leute in die Kneipen rund um den Marktplatz geschickt. Die Soldaten sind jeden Abend dort aufgetaucht und haben geredet. Meistens sogar in einer solchen Lautstärke, das man sie noch draußen mit geschlossener Tür gehört hätte.“

„Auch über die Badewanne im Zelt des Hauptmanns?“

„Besonders oft darüber. Und über seine Quietschentchen.“

„Sein was?“

„Psst, sei ruhig! Ich will Fern sehen.“

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Erst mal eine ganz dicke Entschuldigung dafür, dass es so lang gedauert hat bis zu diesem Kapitel! Mein englisches Buch wurde von meiner Facebook-Lesegruppe überraschend zum Buch der Woche gewählt und ich musste ein Facebook-Lese-Event organisieren, das erste Facebook-Event überhaupt für mich, daher die Verzögerung :)

Ich hoffe, dass sich die lange Wartezeig gelohnt hat und uch das Kapitel gefällt?

GLG

Robert 

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